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Berichtsjahr 1978 ( Zuchthaus Cottbus )

 >> amnesty international

Während des Berichtsjahres war amnesty international besorgt über eine Anzahl von Berichten, denen zufolge in DDR-Gefängnissen körperliche Mißhandlungen und häufig spezielle Bestrafungen der Gefangenen vorkamen. Anfang 1978 gaben drei verschiedene Quellen an, die Bedingungen im Gefängnis Cottbus, wo eine große Anzahl Adoptierter einsitzt, hätten sich zumindest zeitweilig verschlechtert. Nach diesen Berichten wurde als »Erziehungsmaßnahme« das Essen versalzen, Schläge durch Aufsichtspersonen kamen immer häufiger vor und viele wurden mit nur einer heißen Mahlzeit alle drei Tage in Sonderhaft gehalten. Im Januar 1978 verweigerte eine Anzahl von Insassen dieses Gefängnisses die Arbeit mit der Begründung, daß Arbeit für Gefangene offiziell als »freiwillig« gilt. Die Gefängnisverwaltung soll folgendermaßen reagiert haben: Sie reduzierte die Essensrationen der Gefangenen, erlaubte ihnen lediglich, Unterwäsche und Socken zu tragen, und zwang sie, in dieser Bekleidung Schnee zu schaufeln. Einige der Gefangenen sollen immer wieder geschlagen worden sein, wobei sie gebrochene Schlüsselbeine, gebrochene Kiefern, ausgeschlagene Zähne, und in einem Fall eine gerissene Niere davontrugen. Gruppen, die für Gefangene in der Deutschen Demokratischen Republik arbeiten, schrieben Briefe an die Behörden der Deutschen Demokratischen Republik, in denen sie eine Untersuchung dieser Behauptungen forderten.

3.6.09 17:41
 



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